Donnerstag, 8. Februar 2018

1/18 Kyosho Ousia Countach LP400

1/18 Kyosho Ousia Countach LP400


Die neue Ousia Serie von Kyosho gibt uns die Möglichkeit uns preisgünstige DieCast Closed Modelle im Maßstab 1/18 (Closed Bodyshell DieCast Models by Kyosho) zu erwerben und zu sammeln. Kyosho bringt in dieser Serie viele legendäre Fahrzeuge heraus. Ousia Modelle sind für jene Sammler interessant, denen Full-Opening Modelle zu kostspielig sind.

Nun zum Unboxing und zur Vorstellung meiner zwei Lamborghini Countach Modelle aus der Ousia Serie:

Das folgende Bild zeigt die Verpackung bei Anlieferung
 Nach dem Entfernen des Umkartons seht ihr das Design der Ousia Verpackung in schwarz-matt
 Auf dem Schachtelboden sind einige Daten über den Bau der Modelle in Lizenz der Hersteller
 Schiebt man das Modell aus der Schachtel, sieht das ganze wie am Bild unten aus
 Das Modell steht auf einer Kunststoff Base worauf der Name des Fahrzeuges gedruckt ist. Die umliegenden Rahmenteile lassen sich demontieren, so daß nur die Base übrig bleibt.
 Die Unterseite der Base gibt den Blick auf 4 Schrauben frei die das Modell sicher auf der Base befestigen. Links und rechts sieht man zwei recht massive Arretierungen der seitlichen Rahmen. Sie lassen sich etwas schwer entfernen. Also vorsichtig sein beim Abbau der seitlichen Rahmen damit die Base nicht beschädigt wird.
 Da ich die Modelle gerne ohne Base in meiner Vitrine aufstelle wird auch der Countach abgeschraubt. Das geht ganz einfach...
 Im unteren Bild sieht man 2 Abstandhalter als Transportsicherung. Danach liegt der Unterboden und das Modell frei.
 Hier der Blick auf das Chassis des Ousia Modells. Die Details sind hauptsächlich angedeutet. Die Räder lassen sich drehen können aber wegen durchgehenden Achsen nicht gelenkt werden.
 Die schwarze Lackierung der Karosserie des LP400 ist hochwertig und fehlerlos
 Blick auf den Scheibenwischer. Er ist zwar nur aus einem einteiligen Kunststoff gefertigt, weist aber einige feine Details auf.
 Auch im Heckbereich konnte ich keine Staubeinschlüsse finden. Die seitlichen Entlüftungen sind aus Kunststoff, aber geschlossen und matt-schwarz. An der Motorhaube sind die seitlichen Lüftungsschlitze geöffnet und mit einem feinen Gitter versehen.
 Hier taucht der zweite Countach in rot auf. :-)
Heckansicht

 Auch die rote Lackierung meines Modelles war einwandfrei

 Ein Versuch euch den Innenraum zu zeigen. Die Detaillackierungen sind sauber aufgetragen.

Die Scheinwerfergläser sind wie alle Scheiben aus Kunststoff. Die Scheiben und Anbauteile sind sauber verklebt. Kleberrückstände konnte ich keine entdecken.
 Die schwarzen Rillen auf dem Dach könnten etwas gleichmäßiger lackiert sein.
 Die Detailierung des Hecks um den Bereich der Auspuffe hält sich leider in Grenzen.
 Die Felgen sind sauber gemacht, man vermisst aber das Luftventil...
 Blick auf die Lufteinlässe aus Kunststoff. Sie sind sauber eingepasst. Auch hier zusehen die saubere Einpassung der Scheiben. Man sieht im Innenraum den Gurt mit der Gurtschnalle als Photoetch-Teil. 
 Das Armaturenbrett ist einfarbig schwarz semi-matt. Die Windschutzscheibe ist ebenso genau eingepasst.
 An der Unterseite der Front habe ich wie am unteren Bildbereich zu erkennen einen roten Farbklecks gefunden, der da nicht hin gehört.
 Nochmal die Chassis der Coutach Modelle. Die Details sind nur angedeutet.

Fazit:
Warum Ousia Modelle?
Kyosho gibt jenen Sammlern die auf den Geldbeutel achten möchten die Möglichkeit gut verarbeitete Druckgußmodelle im Maßstab 1:18 zu sammeln bzw. zu kaufen und zu verschenken. Auch Kyosho kocht nur mit Wasser, den günstigen Preis erkauft man sich mit einer merkbar vereinfachten Verarbeitung und im Darstellen der Details. Türen und Klappen lassen sich nicht öffnen, das Chassis ist nur oberflächlich dargestellt, keine beweglichen Achsaufhängungen, keine lenkbaren Vorderräder. Die Räder sind drehbar, die Achsen sind durchgehend.
Trotzdem hat man ein ansehnliches Modell in der Vitrine stehen. Highend-Sammler werden und sollten sich eher an hochpreisigeren Modellen orientieren.

Es wird in Kürze einen Blog-Bericht geben wo verschiedene Countach-Modelle von verschiedenen Herstellern und Preisklassen im Maßstab 1:18 verglichen werden. z.b. die etwas teureren Closed-Modelle von GT-Spirit, Full-Opening Modelle der ehemaligen Kyosho Countach Modelle welche schon recht rar und dementsprechend teuer werden. Modelle von AUTOart und Bburago.
Auch andere Maßstäbe werde ich euch in Zukunft vorstellen und vergleichen.

Montag, 15. Januar 2018

Abschiedsgeschenk für einen Mitarbeiter und Kollegen

Abschiedsgeschenk für einen Mitarbeiter und Kollegen


Eine Abteilung eines großen internationalen Automobil-Zulieferkonzernes hatte für einen netten Kollegen eine tolle Idee für ein ausgefallenes und persönliches Abschiedsgeschenk.
Die Wahl fiel (da es sehr gut in sein Aufgabengebiet passte) auf ein hochwertiges Modell der legendären Mercedes G-Klasse die 2019 ihr 40 jähriges bestehen feiert.
Die Wahl fiel auf ein 1/18er Modell der Baureihe 463. Das Full-Opening-Modell in der exklusiven Farbe thulitrot-met. wurde in einer hochwertigen DeLuxe Vitrine mit dunkelblauer Base mit weisser Naht präsentiert. Das hochwertige Emblem aus eloxiertem Aluminium bekam einen individellen Text laut Kundenwunsch. So entstand ein persönliches und individuelles Geschenk das langfristig Freude bereitet.

Hier ein paar Bilder von der Zusammenstellung des Modelles:

1/18 Full-Opening-Modell von I-Scale, hochwertige Vitrine von Atlantic und Emblem aus eloxiertem Aluminium hochwertig bedruckt mit individuellem Text nach Kundenwunsch. 
Blick auf das Modell ohne Acrylglas-Haube


Text und Schriftart individuell auf Kundenwunsch

Das Modell mit allen Türen und Klappen geöffnet 
Blick in den Motorraum
Das Interieur wurde von I-Scale detailreich gestaltet.
Der Innenraumteppich ist beflockt
Auch im Passagierraum ist der Teppich fein beflockt.
Die Details am Armaturenbrett sind authentisch

Fazit:
Ein besonderes und auf den Kunden zugeschnittenes Geschenk ist entstanden.
Das I-Scale Modell hat ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und die hochwertige Vitrine mit dem individuellen Aluminium Emblem machen das Set zu einem leistbaren Geschenk das Freude macht. 

Montag, 1. Januar 2018

H.M.S. Victory - Teil 14d - Takelung - stehendes Gut - Spannen und Webeleinen

H.M.S. Victory - Teil 14d - Takelung - stehendes Gut - Spannen und Webeleinen

Der Beitrag beinhaltet Bau-Tipps!

In diesem Blog-Beitrag wird das "stehende Gut" fertiggestellt. Wichtig ist es, wie in den einschlägigen Fachbüchern auch beschrieben, die Wanten, die Pardunen und die Stage richtig zu spannen. Es ist darauf zu achten, das die Maste zueinander ausgerichtet sind. Es darf sich kein Mast und der Bugspriet durch zu viel Spannung verbiegen. Also mit der Spannung nicht übertreiben, aber darauf achten, dass alle Taue gespannt sind und nicht durchhängen was im Modell nicht schön aussieht. Ist die Spannung richtig, werden nach dem Verknoten die Überlängen der Taue gekappt. Jetzt sind die Maste durch das stehende Gut richtig abgestützt.
Es beginnt der lange Weg des Knüpfens der Webeleinen an den Wanten. Ich kann euch sagen, eine sehr sehr sehr zeitaufwendige und vor allem eintönige Arbeit. Aber auch sie muss gemacht werden. Wichtig hierbei ist, das die dünnen Webeleinen nicht zu viel gespannt werden. sie hängen eher etwas durch. Spannt man die Webeleinen zu fest, kann es passieren das sich die Want-Taue durchs Knüpfen verbiegen was nicht sehr schön aussieht. Die senkrechten Want-Taue sollten immer gerade gespannt bleiben. Ich habe es mit meiner Methode sehr gut hinbekommen wie ihr in den folgenden Bildern sehen werdet. Laut Constructo-Bauplan sind die Webeleinen zu weit auseinander eingezeichnet (ca. 60 cm Abstand zueinander). Der richtige Abstand wäre 35 - 45 cm. Ich habe mich für einen Abstand von ca. 40 cm entschieden. Also 4 mm im Modell angenommen. Somit hat man nun noch mehr Webeleinen zu knüpfen als im Bauplan angegeben. Was heisst das? Mehrarbeit! Mehrarbeit die sich aber optisch im Modell auszahlt!

Die dünnen, hellen Taue nennt man Taljereeps und verlaufen durch die Jungfern. In den einschlägigen Fachbüchern sind die richtigen Tau-Verläufe sehr gut beschrieben.  Auf der linken Seite des Bildes sieht man bereits 4 fixierte Taljereeps die oben mit dem Want-Tau mit mehreren Schlägen festgemacht wird. Ein Tropfen Klebstoff sichert das Tau. Rechts sieht man noch die runterhängenden Überlängen des Taljereeps zum Nachspannen der Wanten.
 So sieht dass Ganze dann fertig gespannt aus. 
 Sind alle Taue des stehenden Gutes gespannt geht es mit den Webeleinen der Wanten los. Wie man im unteren Bild sieht machte ich mir eine Schablone aus Karton. Hier noch mit dem zu großen Abstand (6 mm) laut Constructo-Plan. 
 Die Schablone hinter den Besan-Wanten
 Bau-Tipp: Im direkten Vergleich der zu großen Webeleinen-Abstände (6 mm) laut Constructo-Plan links und dem von mir gewählten Abstand (4 mm) wie es laut Mondfeld-Buch richtig wäre. Man erkennt schon mal den Mehraufwand beim Knüpfen. 
 Dann knüpfen wir mal los... Die Webeleinen werden an JEDEM Want mit dem sogenannten Webeleinenstek verknüpft. Damit sich die Abstände der Webeleinen zueinander nicht verschieben können, hilft ein kleiner Tropfen Klebstoff zum fixieren. Zudem wird das Want-Tau durch den Klebstoff etwas steifer und verbiegt sich beim Knüpfen nicht mehr so leicht. ACHTUNG. Immer drauf Achten, dass die Webeleinen nicht gespannt sind sondern leicht durchhängen.
 untere Besanwanten fertig geknüpft
 Die zweite Seite des Besanmastes beim Knüpfen
 auch diese Seite ist fertig
 Die Schablonen des Hauptmastes. Die Webeleinen sollen immer parallel zur Wasserlinie verlaufen. Da die Rüsten meist nicht parallel zur Wasserlinie verlaufen, passt man sich den Abstand über den Rüstbrettern aufwärts verlaufend richtig an.
 Knüpfen der Webeleinen am Hauptmast. 
 Am Hauptmast zieht sich das Knüpfen richtig hin...
 Der Webeleinen-Verlauf auf der Schablone.
 Nach Stunden sind die Webeleinen der unteren Wanten fertig.
 Knüpfen am Fockmast.
 Das sind die Schablonen für die Büttingswanten.
 Und weiter geht die Knüpferei an den Büttingswanten.
 Hat man die Büttingswanten hinter sich gebracht, gehts gleich eine Etage höher stundenlang weiter mit den Stengewanten knüpfen. Unten der Hauptmast.
 Stengewanten-Knüpfen am Besanmast.
 fertige Webeleinen am Hauptmast der H.M.S. Victory.
frontale Seitenansicht des Victory mit dem fertigen stehenden Gut.
 Blick auf das stehende Gut
 Ich kann euch sagen, bis hierhin viel Arbeit, Geduld und Ausdauer sind gefragt! :-)

Das stehende Gut ist nun fertig. Noch ein paar Zahlen für Interessierte:

Webeleinensteks wurden einzeln geknüpft:

Besan-Mast: 564 stk
Haupt-Mast: 1182 stk
Fock-Mast: 1046 stk
Gesamt: 2792 stk

Im nächsten Teil 15 beginnen wir mit dem "laufenden Gut" und dem Befestigen der Rahen...